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Chappla „Momentaufnahmen“
In seinem klaren, realistischen Malstil gelingt es Chappla alias Stefan Reiher, Szenen des Alltags, Bauwerke und Landschaften festzuhalten und gleichzeitig Empfindungen in Form und Farbe zu überführen.
Seine Werke transportieren in klarer Bildsprache den zugänglichen Inhalt einer nachempfindbaren Stimmung und laden zur Meditation ein.
Es gelingen ihm auf Anhieb lesbare Bilder, die ihren vollen Reiz schon auf den ersten Blick preisgeben, und diesen bei intensiverer Beschäftigung beibehalten und noch weiter steigern. Der öffentlichkeitsscheue Chappla ist als Sohn einer schlesischen Künstlerfamilie in Saarbrücken aufgewachsen und gilt als absoluter „Geheimtipp“. Vor allem als Auftragsmaler für Kunden, die sich ihre Häuser oder Lieblingslandschaften auf eindrucksvolle Weise von ihm verewigen lassen, hat er sich in Kennerkreisen einen hervorragenden Ruf erworben. So lebte er bisher davon, auf diese Art und Weise immer weiterempfohlen zu werden.
Die meisten seiner Werke befinden sich in Privatbesitz. Seine Darstellung der Ludwigskirche ziert seit längerem das Vorzimmer der Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz.
Ollik „Ruhestörung“
„Ich male die Welt wie sie ist. Frivol, sexistisch, laut, bunt, vor allem aber voller Lügen und Wahrheiten.” Dieser Satz des Grafikers über seine stark an Popart erinnernden Arbeiten, beschreibt diese treffend. Voller Kraft und Direktheit erzählen seine Bilder wie „Einbild-Comics” Kurzgeschichten – collagenhaft und mit starker malerischer Anmutung, aus scheinbaren Momentaufnahmen der realen Welt. So ergeben sich Bildtitel wie „Lügen Triptychon”, „Scheinheilig” oder „One Dollar Baby”. Ollik bleibt auch bei seinen künstlerischen Arbeiten im digitalen Medium seiner Zeit und Profession – dem Computer. Im Digital-Painting entstehen so bildgewaltige Großformate und Grafikblätter, deren fesselnder Wirkung man sich kaum entziehen kann. In einem speziellen Thermo-Druckverfahren werden die Arbeiten auf hochwertiges Kunstdruckpapier oder auf Leinwand gebracht. Der Clou: In die Leinwandarbeiten ist jeweils ein Datenträger mit einem Mini-Display eingebunden, welcher die Originaldatei auf Knopfdruck sichtbar macht. Jede Leinwand wird so zum Original und wird auch wie die Grafikblätter nur einmal gedruckt, datiert und handsigniert. Der Künstler zur Technik seiner Bilder: „Die Welt wird zunehmend digitalisiert – warum sollte die Kunst nicht auch Raum für digitale Malerei bieten? Nicht als Ersatz, aber als Ergänzung der alten und großartigen „analogen Kunstform“.
Das Baden-Badener Kunstforum steht unter der künstlerischen Leitung der
Anfahrt zum Kunstforum in St. Ingbert