1930 in Berlin geboren, hat Günter Swiderski seine Kunststudien an der Hochschule für
Bildende Kunst in Berlin absolviert und wurde Meisterschüler bei Prof. Max Kaus.
Seit 1961 lebt der Maler der konkreten Kunst in Saarbrücken. Er hat die Fenster der katholischen Kirche in St. Marien in Friedrichsthal gestaltet, die der Kapellen der Justizvollzugsanstalt Saarbrücken und die der evangelischen Kirche in Sulzbach-Altenwald.
Nach Jahren der Tätigkeit als Pressefotograf folgte wieder die Konzentration auf die Malerei. Dem Komponieren mit Tonfolgen und Akkorden verwandt, setzt Swiderski seine feinen Farbklänge auf strenger formaler Grundlage von Linien und Farbfeldern zusammen. Ob Blau, Rot oder Gelb den Hauptklang angibt: Diese Bilder klingen in fein schwingenden Harmonien mit fast unmerklichen, und gerade deshalb so entscheidenden Brechungen.
„Swiderski macht sich dabei die Wirkung des Simultankontrastes zunutze, nachdem wir eine Farbe bzw. das Farbmittel nicht allein nach ihren physikalischen Eigenschaften wahrnehmen, sondern auch nach den in ihrer unmittelbaren Umgebung befindlichen Farben.
Sie sind ebenso elementare Bestandteile der Bildrhythmik wie die Zwischenräume, die gleichsam als funktionalisierte Leerstellen mitsprechen. Mehr noch – sie strukturieren eine Abfolge von Intervallen, die als Farbpausen fungieren und an eine Klaviatur oder ein Notenblatt erinnern.“
(Klaus Holländer in: Günter Swiderski, Saarländisches Künstlerhaus, 2005)
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