"FarbenRausch" (ab 20. Januar bis März 2016)

Arbeiten von Winfried Rausch

  • Zeitraum: 20. Januar bis 18. März 2016
  • Vernissage: 20. Januar 2016, 19 Uhr
  • Eröffnung: Benjamin Knur im Gespräch mit Winfried Rausch

Winfried W. Rausch wurde 1947 geboren. Er  hat drei unterschiedliche Berufsausbildungen und schloss seine berufliche Qualifikation 1982 mit dem Diplom als Verwaltungswirt ab.
Danach begann parallel zu seiner Tätigkeit als Verwaltungsbeamter seine künstlerische Betätigung als Maler. Als Autodidakt befasste er sich mit den unterschiedlichsten Maltechniken, motivisch zunächst schwerpunktmäßig mit der Landschaft. Er besuchte Kurse bei regional  bekannten Künstlern, kam aber schnell zur Einsicht, sich nicht zu sehr beeinflussen zu lassen.
Während er in seiner Jugend in einigen Beatbands fast ausschließlich Coversongs spielte, wollte er als Maler nicht kopieren, sondern Eigenes machen. Besonders nach dem Abschluss des Funkkollegs „Moderne Kunst“ mit dem Zertifikat der Uni Tübingen, 1990, entwickelte er seine Formensprache weg vom Gegenstand. Er erkannte einen inneren Zwang, bestimmte Raumaufteilungen, bestimmte Bewegungen, bestimmte Rhythmen wiederzugeben, die ihm Bauch und Kopf vorgaben.
Er war nun da angekommen, wo er wollte: Zu malen ohne Themenvorgabe, ohne abzubilden, sich frei in Farbe äußern. Nun musste er entdecken, vorher nie zu wissen, wie am Ende sein Bild aussehen wird. Von nun an wird seine Malerei „Forschendes Tun“ (Zitat: Fred Thieler).
Jeder Malschritt bestimmt den nächsten, kann aber auch schon zu viel gewesen sein. Dann heißt es zerstören und neu aufbauen. So verarbeitet er Erlebtes und Ersehntes, reagiert auf begleitende
Musik, auf eingehende Nachrichten. Eine solche Malerei lebt von den Zufälligkeiten im Arbeitsprozess insoweit er sie zulässt. Waren die so entstehenden Bilder vor zwanzig Jahren noch schnelle rhythmisch betonte Bilder, werden diese heute von ihm zunehmend mit strafferen Zügeln gelenkt. Inzwischen sind seine Gemälde nicht nach 3 bis 5 Sitzungen fertig; jetzt kann es sein, dass er seine Bild immer wieder neu bearbeitet oder ergänzt. So entstehen zahlreiche Schichten, das Davor, Dahinter oder Darüber wird mehr zum Gestalterischen Moment, als das Daneben.

Neben zahlreichen Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Neunkirchen, Homburg, St. Wendel, Saarbrücken, Ottweiler, Saarlouis, Türkismühle, Baumholder, Tübingen, Reutlingen und Todtmos war Rausch Gründer und 14 Jahre Leiter der Künstlervereinigung OSAMA,  Ideengeber für die Open Air Art in Neunkirchen und für die Malperformance anlässlich des Saarlandtages 1993 in Neunkirchen sowie für das Künstlercamp und den Saar-Pfälzischen Kunstpreis im Blumengarten Bexbach.